ROYAL THUNDER - Wick


Autor: Kerbinator

Bewertung: 7,5 / 10


Tracklist:

  • Burning Tree
  • April Showers
  • Tied
  • We Slipped
  • Sinking Chair
  • Plans
  • Anchor
  • Wick
  • Push
  • Turnaround
  • The Well
  • We Never Fell Asleep


VÖ:  07.04.2017

Label: Spinefarm Records

Royal Thunder möchten Musik machen, welche die Menschen bewegt. Nun ja, großartig bewegt hat mich deren neues Album „Wick“ nicht, aber nett anzuhören ist das Ganze sicherlich. Im Großen und Ganzen bewegen sich Royal Thunder aus Atlanta im Classic Rock Bereich mit gelegentlichen, psychedelischen Ausflügen. „Wick“ ist das dritte Album der Band um Frontfrau Mlny Parsonz und Gitarrist Josh Weaver und wenn man den Aussagen der Bandmitglieder folgt, ihr bisher emotionalstes.

„Burning Tree“ ist als Opener recht unaufgeregt. Die Nummer baut langsam auf, mit psychedelischen Spuren und auch der Gesang von Mlny plätschert eher dahin. Für eine Albumeröffnung fehlt dabei Punch und Power, dieser Song hätte besser an eine spätere Stelle gepasst. Denn in Folge steigert sich der Härtegrad des Albums mehr und mehr und die Sängerin präsentiert sich zunehmend als tolle Rock-Röhre, die in manchen Momenten gar an Doro zu Warlock-Zeiten erinnert.  

Mit „April Showers“, dem hoch emotionalen „Sinking Chair“ und „We Slipped“ schleicht sich durchaus auch immer wieder eine Portion Soul in den Sound von Royal Thunder ein. Wobei man das mit „Seele“ auch passend übersetzen kann. Mlny nimmt man die vertonten Emotionen jederzeit ab und die Variationen zwischen leichten, luftigen Gitarrenthemen und harten Anschlägen bringen mit zunehmender Albumspielzeit immer mehr Tiefe ins Album.  

Mal werden die Songs mit einfühlsamen Tönen und Gesängen geglättet, dann bricht man im nächsten Moment aus und geht kratzbürstig und rauh zu Werke. Nachzuhören bei tollen Classic Rock Nummern wie „Wick“, „The Well“ und dem sperrigen Abschlußsong „We Never Fell Asleep“.

„Wick“ ist ein Album, welches von Song zu Song wächst und von Durchlauf zu Durchlauf mehr entdecken lässt. Sind einem einige Parts von Beginn an zu lasch oder gewöhnlich, stellt man beim nächsten Mal fest, daß das doch eigentlich gut zum Bild passt und man lässt sich von den Songs treiben und tiefer hineinziehen in die Gefühlswelt von Royal Thunder.  

Gute Musiker, tolle Sängerin und ein ansprechendes Artwork, sowie eine sehr gute, nicht zu muffige Produktion sind die Eckpfeiler von „Wick“, einem mal stoner-rockigen, mal psychedelischen Classic Rock Album, das sich zwar durchaus auf Led Zeppelin berufen darf, aber mit viel eigenem Esprit glänzt. Ein kleines Highlight der wie die Pilze aus dem Boden schießenden Classic Rock Bands.  

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