ENTRENCH - Through The Walls Of Flesh


Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7 / 10


Tracklist:

  • The Coming Storm / Dawn Of War
  • Enter The Fray
  • Iron Coffin
  • Dead End
  • The Warmonger Sacrament
  • White Light Precedes Black Rain
  • Fragments / Shadow Of Death


VÖ: 17.07.2017

Label: I Hate Records

Entrench sind eine Death-/Thrash-Band aus Schweden, gegründet 2005 und bisher mit zwei Alben auf dem Buckel. Die kompromisslosen Jungs sind also nicht die erscheinungsfreudigsten, legen aber jetzt mit „Through The Walls Of Flesh“ nach. Die Musik des Schweden-Trios ist tief verwurzelt in der Vergangenheit und wir nicht zu Unrecht mit Bands wie Possessed, Merciless und Sadus verglichen.

Dementsprechend dürften sich High-Tech-Jünger der neueren Zeit nicht unbedingt angesprochen fühlen. Entrench prügeln wirklich mit rauhester Manier alles in Grund und Boden. Schreihals und gleichzeitig Gitarrist Fredrik Pellbrink klingt immer, als wenn er durchgehend heiser wäre, was aber dem Death-/Thrash der Band zuträglich ist. Ihre Härte und Brutalität zieht die Band weitestgehend aus den recht einfach gestrickten aber effektvollen Riffs, die mit straightem Geballer gezockt werden. Hier spielt Bassist Joel Sundin keine unerhebliche Rolle, denn dieses für diese Musik so wichtige Instrument ist in jeder Lage präsent und schaufelt die Songs nach vorne.

Einzig der Drumsound hätte etwas reifer klingen dürfen. Mats Blyckert beackert seine Felle zwar amtlich, aber ein gewisses Pfund mehr Punch hätte dem Sound gut getan. Aber so ist das halt bei Old-School-Alben....irgendwo muss man immer Abstriche machen und die Urgewalt von beispielsweise Possessed erreicht man somit nicht.  

Die Band bezeichnet ihre Musik als  “an example of pure energy and a way of channelling that humanity’s deserved doom is drawing near.” Kann man zweifellos so stehen lassen, denn Songs wie „Iron Coffin“, „Dead End“ oder „The Warmonger Sacrement“ strotzen nur so vor Energie. Irgendwie lassen die Jungs bis zum Schluß nicht locker, auch wenn ein paar doomige Elemente mit Verlauf des Albums eingebaut werden, was das Tempo dann auch mal verschleppt. Ansonsten geht’s recht zügig voran, was auch die relativ geringe Länge von „Through The Walls Of Flesh“ aufzeigt.

Neben den ebenfalls kürzlich auffällig gewordenen Antichrist, haben I Hate Records mit Entrench nun ein weiteres heißes Eisen im Feuer, welches aber wirklich nur für Fans der alten Death-/Thrash Schule taugt. Auch das etwas derbe aber kultige Artwork ist sicher nicht jedermanns Geschmack. Trotzdem ein gutes Album, welches mit dem Abschluß-Track „Fragments/Shadow Of Death“ noch einen kleinen Underground-Hit parat hat.